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Berichte des AUSPO Team  


Gerhard

 
Katrin-Tagesticket ausgenutzt! ;-) - 10/04/2015 03:56 Es ist 2 Uhr morgens, als der Wecker klingelt. Heute habe ich mir wieder einmal eine Skitour auf die Katrin vorgenommen, aber diesmal soll es eine „Mehrfachbesteigung“ werden. Ich frühstücke ein wenig und packe meine Sachen ins Auto und mache mich auf den Weg zum Bad Ischler Hausberg.

Es ist 3 Uhr 15, als ich bei der Katrinseilbahn mein Tagesticket (4€) für den Parkplatz löse. Das möchte ich heute „ausnutzen“ und starte mit meinem ersten Aufstieg. Die Nacht ist sternenklar und hat angenehme -2° bei trockener Luft. Perfektes Wetter für eine langen Skitag. Mit der Stirnlampe leuchte ich mir den Weg nach oben. Es ist heute noch nicht viel los auf der Katrin.

Der erste Aufstieg zieht sich dann aber doch irgendwie, da mein Kreislauf noch nicht richtig in Schwung ist. Ich bin einfach ein „Spätstarter“.

Normalerweise bin ich bekanntlich ohne Stoppuhr, Garmin oder Ähnlichem unterwegs, heute will ich meine Tour allerdings doch aufzeichnen. 59 Minuten beim ersten Aufstieg zur Bergstation – das passt dann doch ganz gut und ich fühle mich auch richtig fit.

Abfahrt mit Jacke, Helm und Stirnlampe, aber trotzdem eher gemütlich. Der Schnee ist zwar noch sehr gut, obwohl es schon sehr lange nicht geschneit hat, aber die Abfahrt gleicht stellenweise doch schon einer Mugelpiste.

Kurz zum Auto, um etwas zu trinken, die Trinkflasche im Rucksack aufzufüllen und beim Milchstritzel abzubeißen. Aufstieg Nr. 2 geht dann schon besser. Die Sache beginnt anzulaufen! 56 Minuten für den Aufstieg und es wird auch schon ein wenig heller.

Abfahrt.

Aufstieg Nr. 3. Ich beginne mich richtig wohl zu fühlen! Die Gedanken haben freien Lauf und die monotone Bewegung des Tourenskigehens liebe ich einfach. Sonnenaufgang auf der Katrin - einfach nur schön. Der Aufstieg ist in 54 Minuten erledigt, schneller als gedacht.

Abfahrt.

Bekleidungswechel und das Nachfüllen der Getränke werden nun zur regelmäßigen Tätigkeit beim Auto. Abfahrtszeit, Versorgung und Wechsel dauern gemeinsam immer zwischen 16 und 20 Minuten. Stressfrei!

Die Zeit vergeht wie im Flug. Die Seele baumelt und die Gedanken kreisen um Beruf, Kinder, Freunde, Sport und natürlich auch Beate. Aufstieg Nr. 4, 5, 6 sind vom körperlichen Empfinden und der jeweiligen Aufstiegszeit von 54 Minuten her nahezu ident.

Mittlerweile wechsle ich meine "leicht" verschwitzten Oberteile jedesmal bei der Bergstation und lasse die nassen Sachen in der Sonne (!) trocknen.

Abfahrt.

Aufstieg Nr. 7 ist pure Euphorie. Die Hormone erledigen ihre Aufgabe.
Im "Übereifer" gehe ich diesen Aufstieg mit 52 Minuten schlußendlich aber doch zu schnell, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, nicht noch schneller zu werden. Es wird sich sicher rächen.

Abfahrt.

Aufstieg Nr. 8 "wehrt" sich dann erwartungsgemäß etwas und dauert mit 56 Minuten auch etwas länger. Ich bin aber immer noch mit den gleichen Schuhen und Socken unterwegs was mich selbst doch sehr wundert. Aber dank der Kompressionssocken (CEP) passt alles!

Abfahrt.

Aufstieg Nr. 9 – es ist bereits Nachmittag – verlangt mir dann plötzlich einiges ab. Ich werde spürbar langsamer und fühle mich echt schlecht. Nach 60 Minuten komme ich oben an und muss mir ein kleines Cola kaufen sowie in der Sonne eine Pause von ca. 20 Minuten einlegen. Irgendwie will mein Kreislauf gerade gar nicht so recht!

Gott sei Dank, endet aber jede schlechte Phase irgendwann und ich fahre wieder runter um den letzten Aufstieg zu starten: Aufstieg Nr. 10 – und damit auch der letzte für heute – lege ich mit dem großen Rucksack eher gemütlich zurück und gehe während des Aufstieges bereits gedanklich die Speisekarte von Erwin auf der Katrinalm durch.

Nach 66 Minuten und somit genau 13 Stunden Gesamtzeit – also um 16 Uhr 15 – treffe ich dann für heute das letzte Mal oben ein und freue mich, dass der "Wiederholungstäter" Thomas in der Katrinalm auf mich gewartet hat. Nun gibt es Gutes aus Erwins Küche (Suppe und Kaiserschmarrn) zum Auffüllen der verlorenen Kalorien!

Bevor es allerdings wieder zu dunkel wird, mache ich mich auf zur letzten Abfahrt. Ein schöner Skitag geht leider zu Ende, aber morgen früh komme ich eh wieder, um mit Beate die Katrin noch zweimal zu genießen!
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